Praxisbeispiel: Ein Mittelständler mit hoher Spezialisierung auf der Suche nach „hidden gems

Das erste Praxisbeispiel führt uns zu einem hochspezialisierten Mittelständler aus Süddeutschland, der innerhalb weniger Wochen eine Stelle in der internen Forschung besetzen wollte. Gesucht wurde ein klassischer „hidden gem“, also eine Person, die nicht durch eine eng definierte Spezialisierung überzeugt, sondern durch Persönlichkeit, Erfahrung und wissenschaftliche Tiefe. So war das Ziel eine langfristige Besetzung, die sich gut ins bestehende Team einfügt.

Genau solche Suchprozesse gehören heute zu den größten Herausforderungen technologiegetriebener Unternehmen. Gerade bei hochqualifizierten MINT-Fachkräften reicht klassische Reichweite oft nicht mehr aus, insbesondere dann, wo Positionen besonders anspruchsvoll und Kandidat*innen kaum aktiv auf Jobsuche sind.

Als spezialisierte Personalberatung für Forschung, Entwicklung und technologieorientierte Unternehmen begleitet Professional Scientists seit vielen Jahren genau solche anspruchsvollen Besetzungen. Mit Praxisbeispielen aus unterschiedlichen Projekten zeigen wir, worauf es bei schwer zu besetzenden Positionen wirklich ankommt.

Praxisbeispiel: Wie ein mittelständisches Unternehmen einen „hidden gem“ für die Forschung suchte

Das Unternehmen hat seinen Sitz im Herzen einer Großstadt im Süden Deutschlands: es handelt sich nicht mehr um ein Start-up, aber auch noch lange nicht um ein etabliertes Urgestein der Firmenlandschaft. Das Team ist jung, ambitioniert, hat flache Hierarchien und zeichnet sich durch den Anspruch aus, sich einen offenen und partnerschaftlichen Umgang zu bewahren. Gleichzeitig agiert das Unternehmen in einem hochspezialisierten Themenfeld, wächst kontinuierlich und zählt bereits heute zu den führenden Akteuren in seinem Markt.

Als Professional Scientists damit betraut wurde, kurzfristig, also innerhalb weniger Wochen, geeignete Kandidat*innen für die interne Forschung zu identifizieren, zeigte sich schnell, dass das Unternehmen klare Vorstellungen hatte. Im Austausch mit den Verantwortlichen entstand ein anspruchsvolles Profil: Gesucht wurde keine eng definierte fachliche Spezialisierung, sondern eine Persönlichkeit mit hoher fachlicher Substanz, die das bestehende Team sinnvoll ergänzt, eben ein sogenannter „hidden gem“

Diese Kombination ist kein Einzelfall. Viele Unternehmen stehen vor der gleichen Herausforderung: Wie besetzt man schwer zu findende MINT-Positionen, wenn sowohl fachliche Tiefe als auch persönliche Passung entscheidend sind?

Wie der Suchprozess für spezialisierte MINT-Fachkräfte aufgebaut wird

Die Antwort auf diese Frage liegt selten in mehr Reichweite. Viel wichtiger ist ein hohes Maß an Präzision, während des gesamten Prozesses. Entsprechend wurde die Suche bewusst fokussiert aufgesetzt. Statt einer breiten Streuung lag der Schwerpunkt auf gezielter Direktansprache und sorgfältiger Vorauswahl, gestützt durch ein spezialisiertes Netzwerk in Wissenschaft und Forschung, dass Professional Scientists seit Jahren pflegt und das über Jahre gewachsen ist.

Dieses Netzwerk basiert zum einen auf langjährigen Beziehungen zu hochqualifizierten Akademiker*innen, aus dem In- und Ausland, zum anderen auf einem kontinuierlich erweiterten Talentpool innerhalb der eigenen Datenbank. Viele Berater*innen bei Professional Scientists bringen zudem bereist aus vorherigen beruflichen Stationen gewachsene Netzwerke mit. Entscheidend für den Aufbau dieser Beziehungen ist dabei weniger reine Reichweite als vielmehr eine persönliche und vertrauensbasierte Arbeitsweise. Durch Zuhören, echtes Interesse und ein langfristiger, emphatischer Austausch, entstand so ein belastbares Netzwerk.

Der Kontakt zu potentiellen Kandidat*innen entsteht dabei über unterschiedliche Kanäle, unter anderem über Business-Portale wie LinkedIn oder XING, persönliche Empfehlungen oder Bewerbungen auf unsere Stellenanzeigen. Wie schnell daraus passende Profile entstehen, hängt stark vom jeweiligen Suchauftrag ab. In manchen Fällen können geeignete Kandidat*innen sehr kurzfristig identifiziert werden, weil das Team die eigene Datenbank genau kennt und bereits passende Personen im Blick hat. Bei besonders spezifischen Anforderungen kann die Suche bis zu sechs Monate dauern.

Mehrstufiger Auswahlprozess statt schneller Lebenslauf-Vermittlung

Im aktuellen Praxisbeispiel haben wir unsere Suche von Beginn an auch international ausgerichtet. Schließlich stellte nicht nur das anspruchsvolle Anforderungsprofil, sondern auch die kurze Besetzungsfrist eine Herausforderung dar. So befand sich der final favorisierte Kandidat zu diesem Zeitpunkt bereits in einem festen Arbeitsverhältnis im Ausland. Entsprechend hoch waren die Anforderungen an Abstimmung, Flexibilität und Timing im gesamten, länderübergreifenden Bewerbungsverfahren.

Gerade bei internationalen Besetzungen zeigt sich, wie entscheidend ein strukturierter und persönlicher Auswahlprozess ist. Nach dem ersten Kontakt folgen bei Professional Scientists meist mehrere ausführliche Gespräche, in denen nicht nur die fachliche Qualifikation, sondern auch Motivation, Arbeitsweise, Industrieeignung und persönliche Ziele der Kandidat*innen im Mittelpunkt stehen.

Ziel ist es, nicht nur fachlich passende Kandidat*innen zu finden, sondern langfristige Matches zu schaffen. Deshalb nimmt sich das Team bewusst Zeit für Gespräche. So können Erwartungen frühzeitig geklärt, Rahmenbedingungen transparent gemacht und alle Faktoren sorgfältig abgewogen werden. Erst danach folgt die Unterstützung bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen sowie die Vorstellung beim Unternehmen.

Wie aus der Suche ein langfristiges Match wurde

Bei der Suche nach unserem „hidden gem“ lag der Fokus demnach konsequent auf dem „personal fit“, also der Frage, ob Kandidat*in und Unternehmen nicht nur fachlich, sondern auch langfristig zueinander passen.

Im Verlauf der Gespräche zeigte sich zunehmend, dass nicht nur die wissenschaftliche Expertise des Kandidaten überzeugte, sondern auch die persönliche Ebene. Arbeitsweise, Erwartungen und auch berufliche Perspektiven passten auf beiden Seiten zusammen. Mit jedem Gespräch verstärkte sich der Eindruck, dass hier ein langfristig passendes Match entstehen könnte.

Der Kandidat entschied sich schließlich bewusst für den Wechsel in das Unternehmen unseres Kunden. Mit der Vertragsunterzeichnung war der Prozess jedoch nicht abgeschlossen. Gerade bei internationalen Besetzungen ist es für den langfristigen Erfolg wichtig auch die Phase nach dem abgeschlossenen Suchprozess aktiv zu begleiten. . In diesem Fall wurde der Kandidat eng begleitet, um einen möglichst reibungslosen Übergang zu ermöglichen. Dazu gehörten Unterstützung beim Umzug sowie teilweise Hilfe bei der beruflichen Orientierung der Partner*in.

Bis heute ist unser „hidden gem“ im Unternehmen tätig und die Zufriedenheit auf beiden Seiten ist nach wie vor groß.

Was dieses Praxisbeispiel zeigt

Rückblickend war es nicht ein einzelner Faktor, der zum Erfolg geführt hat, sondern das Zusammenspiel mehrerer Elemente: ein klar strukturierter Auswahlprozess, ein belastbares Netzwerk, gezielte Direktansprache statt breiter Streuung und vor allem die Bereitschaft sich Zeit für den persönlichen Austausch zu nehmen. Genau dadurch konnte trotz des kurzfristigen Suchauftrags und der hohen Anforderungen des Kunden ein langfristig erfolgreiches Match geschaffen werden.

Wenn Sie aktuell vor einer ähnlichen Herausforderung stehen oder sich fragen, wie Sie spezialisierte MINT-Fachkräfte passgenau erreichen können, lohnt sich ein Blick von außen.

Sprechen Sie mit uns – wir freuen uns auf den Austausch.

Autorin

Katerina Pagoni