Bewerbungcheck: Kernkompetenzen

Nicht nur für Ihre Bewerbungsunterlagen, sondern auch für den gesamten Bewerbungsprozess ist es wichtig, dass Sie sich mit Ihren Kernkompetenzen auseinandersetzen. Im Folgenden haben wir Ihnen die verschiedenen Bereiche, die unter den Begriff fallen, zusammengefasst.

Kernkompetenzen, oder häufig Schlüsselqualifikationen genannt, bezeichnen Fähigkeiten, die man durch Ausbildung & Lehre sowie durch berufliche Erfahrung erworben hat. Diese sind für verschiedene Aufgabengebiete und Funktionen eines Unternehmens relevant und ermöglichen, sich flexibel an unterschiedliche Situationen anzupassen und sich dadurch von anderen abzuheben.

Die Kernkompetenzen unterteilen sich in Hard Skills (Fachkompetenzen) und Soft Skills (Methoden- und Sozialkompetenzen) und führen zu einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung.

Die Hard Skills sind greifbare, messbare und rein fachliche Fertigkeiten, welche fachbezogenes Wissen abbilden und anhand derer man Zusammenhänge bilden sowie komplexe Sachverhalte selbständig bewältigen kann. Dazu gehören Schul- und Universitätsabschlüsse, Fremdsprachenkenntnisse, Software-Kenntnisse, Fortbildungen oder auch handwerkliches Geschick.

Die Soft Skills im Gegensatz zu den Hard Skills sind schwer quantifizierbar und befassen sich vor allem mit der täglichen Interaktion mit anderen Menschen, dem Verhalten in Konfliktsituationen und der Methodik zur Erarbeitung von neuen Arbeitsinhalten.

Unter den Methodenkompetenzen kann man ein fachübergreifendes, generelles Wissen verstehen – Methoden, die dabei unterstützen, sich zum einen Fachwissen anzueignen und zu analysieren sowie zum anderen Aufgaben oder Probleme zu lösen. Beispielsweise gehören hierzu die Anwendung verschiedener Arbeits- und Lerntechniken, Präsentationsmethoden, Entwicklung von Lösungsstrategien und Selbstorganisation/Zeitmanagement.

Abschließend umfassen die Sozialkompetenzen den Umgang mit anderen und mit sich selbst, die Zusammenarbeit und die Führungsqualifikationen – diese werden bereits während der Kindheit geprägt und stets weiterentwickelt.

Bewerbungcheck: Kompetenzprofil

Ein individuelles Kompetenzprofil mit Schlüsselqualifikationen bzw. Erfolgen bietet eine gute Möglichkeit, einen ersten pointierten Überblick über all das zu vermitteln, was Sie beruflich ausmacht.

Insbesondere bei einer Bewerbung auf eine Führungsposition können Sie sich durch ein Kompetenzprofil besser positionieren und von anderen Kandidaten abheben. Hier kann das Kompetenzprofil Lebenslauf und Anschreiben inhaltlich sozusagen als Schlussfolgerung ergänzen, es ist aber kein Muss. Sie können durch das Kompetenzprofil den Gesamteindruck, das abschließende Bild von Ihnen in bestimmte Bahnen lenken. Für Berufsanfänger ist diese Ergänzung zu den klassischen Bewerbungsunterlagen nicht geeignet.

Das Kompetenzprofil kann als Kurzprofil vor den eigentlichen Lebenslauf gestellt oder auch als ausführlichere Version für Führungskräfte als separate Seite nach dem Lebenslauf angehängt werden. Hierbei sollten die Inhaltspunkte klar gegliedert und prägnant formuliert sein. So betonen Sie bewusst Ihre fachliche und persönliche Expertise und beeindrucken durch eine übersichtlich gestaltete Bewerbungsmappe.

Für die Zusammenstellung Ihres Kompetenzprofils sollten Sie sich genau überlegen, welche Position Sie anstreben und welche konkreten, passenden Erfolge Sie bereits erzielt haben. Bei der Konzeption des Kurzprofils können Sie sich an folgenden Fragen orientieren:

  • Was kann ich? – Fachkompetenz durch Qualifikation und Erfahrung
  • Wie ist meine Herangehensweise? – Methodenkompetenz
  • Wie arbeite und kommuniziere ich mit Anderen? – Sozialkompetenz
  • Was bringe ich als Person mit? – Sozialkompetenz

Viel Erfolg im Bewerbungsprozess!

Quellen:

Bild aus Canva